08. Mai 2020


Wir sind nicht der Spielball der Kanzlerkandidatenkür!


Nun ist es soweit, es mehren sich Umfragen und Stimmen, wer der nächste Kanzlerkandidat werden könnte und als Messlatte dient derzeit - wie sollte es anders sein - das Krisenmanagement bezüglich der Lockerungen in der Coronakrise.


Und hier sind schon, wie zu Beginn, eine erschreckende Inkonsequenz und offenbar willkürlich getroffene Maßnahmen zu beobachten. Auch wenn ich kein Mediziner bin, kein Virologe oder Epidemiologe und auch kein Statistiker, kann ich mit meinem "Hausverstand" folgendes konstatieren: Die Lockerungsmaßnahmen, anhand der Neuinfektionen (bis 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner) in den einzelnen Landkreisen festzumachen, ist Blödsinn und ich erlaube mit folgendes Beispiel: wenn die Polizei nirgendwo Verkehrskontrollen durchführt, wird man auch keine Geschwindigkeitsverstöße feststellen. Führt man dagegen viele Geschwindigkeitskontrollen an übersichtlichen und gut ausgebauten Landstraßen durch, statt an Unfallschwerpukten, wird man zwar viele Geschwindigkeitsverstöße feststellen, aber nicht die Zahl der Unfälle reduzieren. Maßstab muss vielmehr - und dies habe ich bereits in einem Interview mit der LVZ Anfang April klargestellt - sein, dass die medizinische Versorgung sichergestellt sein muss. Der andauernde Ausnahmezustand, die vielen Grundrechtseinschränkungen und Einschränkungen unserer Wirtschaft sind so nicht mehr zu rechtfertigen.


Bei aller Freude über kommende Tore von Timo Werner: Wir brauchen keine "Brot-und-Spiele-Politik", sondern ein vernünftiges und faktenbasiertes Krisenmanagement.

Derzeit sind wir nur Spielball für künftige Wahlen für das Bundeskanzleramt und parteipolitischen Klamauk, bei dem Sach- und Fachverstand ausgeblendet werden.

Wer das nicht glauben will, den erinnere ich an die gestrige Wahl der neuen Wehrbeauftragten, an den Bankkaufmann als Gesundheitsminister und einen Tierarzt als obersten Corona-Sachverständigen.


Bleiben Sie gesund!